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So gelingt die perfekte Bewerbung als Arzt

Egal ob Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt oder Chefarzt. Jeder kennt es und niemand macht es wirklich gerne: Bewerbungen schreiben. Wer aber einen neuen Job haben möchte, muss wie jeder andere auch eine lupenreine Bewerbung abliefern. Bei einer Arzt-Bewerbung sollte generell immer ein tabellarischer Lebenslauf, ein Motivationsschreiben bzw. Anschreiben, die Approbationsurkunde sowie andere relevante Zeugnisse und Zertifikate beigefügt werden. Wenn Sie schon Facharzt, Oberarzt oder sogar Chefarzt sind, muss bei der Bewerbung auch die Facharzturkunde eingereicht werden. Worauf Sie unbedingt noch achten sollten, wenn Sie sich auf eine neue Stelle als Arzt bewerben, erfahren Sie in diesem Ratgeber zum Schreiben einer erfolgreichen Arzt-Bewerbung.

Egal ob Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt oder Chefarzt. Jeder kennt es und niemand macht es wirklich gerne: Bewerbungen schreiben. Wer aber einen neuen Job haben möchte, muss wie jeder andere auch eine lupenreine Bewerbung abliefern. Bei einer Arzt-Bewerbung sollte generell immer ein tabellarischer Lebenslauf, ein Motivationsschreiben bzw. Anschreiben, die Approbationsurkunde sowie andere relevante Zeugnisse und Zertifikate beigefügt werden. Wenn Sie schon Facharzt, Oberarzt oder sogar Chefarzt sind, muss bei der Bewerbung auch die Facharzturkunde eingereicht werden. Worauf Sie unbedingt noch achten sollten, wenn Sie sich auf eine neue Stelle als Arzt bewerben, erfahren Sie in diesem Ratgeber zum Schreiben einer erfolgreichen Arzt-Bewerbung.

Kurze Übersicht

  1. Das Deckblatt: Wozu dient das Deckblatt einer Bewerbung?
  2. Das Anschreiben: Worauf sollte beim Anschreiben geachtet werden?
  3. Der Lebenslauf: Wie ist der Lebenslauf einer Arzt-Bewerbung aufgebaut?
  4. Das Bewerbungsfoto: Ist ein Foto immer noch Pflicht auf einer Bewerbung?
  5. Die Zeugnisse und Zertifikate: Welche Zeugnisse und Zertifikate sind wichtig?
  6. Der OP-Katalog: Wann muss ein OP-Katalog einer Bewerbung beigelegt werden?
  7. Die Empfehlungsschreiben und Referenzlisten: Wozu werden diese benötigt?
  8. Der Versand der Bewerbung: Welche Möglichkeiten gibt es?
  9. FAQ: Häufig gestellte Fragen rund um eine Arzt-Bewerbung

1. Das Deckblatt: Wozu dient das Deckblatt einer Bewerbung?

Ein Deckblatt ist grundsätzlich kein Muss bei einer Bewerbung. Es dient lediglich zur Abrundung dieser und sorgt für Wiedererkennungswert. Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, sollten Sie Ihren Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer zur Kontaktaufnahme vermerken.

Außerdem sollte ersichtlich sein, für welche Position Sie sich bewerben. Ein Foto auf dem Deckblatt wäre auch empfehlenswert, denn der erste Eindruck zählt. In vielen Branchen, wie auch dem medizinischen Bereich, ist ein gutes Bewerbungsfoto bei den Personalverantwortlichen gerne gesehen.

2. Das Anschreiben: Worauf sollte beim Anschreiben geachtet werden?

Das Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, dient dazu, Ihr Interesse an der ausgeschriebenen Stelle deutlich zu machen. Heben Sie hervor, warum gerade Sie besonders qualifiziert sind und die Stelle bekommen sollten. Im Anschreiben sollten Sie zudem darauf eingehen, was Sie Ihrem künftigen Arbeitgeber fachlich und Werte-seitig bieten können. Dafür sollten Sie sich vorab über die Werte der Einrichtung informieren. Am besten lesen Sie dazu die Unternehmensphilosophie, um gezielt auf diese eingehen zu können.

Infokasten Anschreiben

Denken Sie beim Anschreiben immer daran: Qualität vor Quantität! Sie müssen es schaffen, ihr Gegenüber mit nur wenig Text von sich zu überzeugen, denn gerade die Personaler in den Krankenhäusern haben nur wenig Zeit sich im ersten Schritt eingehend mit Bewerbungen zu befassen. Deshalb sollte ein Anschreiben nie länger als eine Seite sein. Verzichten Sie zudem auf oberflächliche Standardsätze, wie „Ich habe mein Studium an Universität X abgeschlossen“ oder „Ich habe schon in X Kliniken hospitiert/gearbeitet“. Die wichtigsten Daten und klinischen Erfahrungen entnehmen die Personaler Ihrem Lebenslauf. Beim Anschreiben geht es darum, Ihre Einzigartigkeit sowie individuellen Qualitäten zu Papier zu bringen. Stellen Sie sich vor dem Schreibprozess folgende Fragen: Was motiviert mich, täglich zur Arbeit zu gehen bzw. in genau dem Fachbereich zu arbeiten? Hat mich eine Erfahrung besonders geprägt, weshalb ich mich für den Fachbereich entschieden habe? Was möchte ich zukünftig erreichen und wie nützt das meinem neuen Arbeitgeber?

Das Ziel soll sein, sich von den anderen Bewerbern durch Originalität abzusetzen und den Personalverantwortlichen im Gedächtnis zu bleiben. Beachten Sie bei der Anfertigung Ihres Anschreibens zudem, mit wem Sie es zu tun haben. Ein Arzt, der beispielsweise Verstärkung für seine Praxis sucht, legt bei der Auswahl gegebenenfalls mehr Wert auf die menschliche Seite und das Feingefühl des Arztes als ein größeres Klinikum. Wichtig ist zudem, dass Sie Ihre Bewerbung vor dem Versand auf Rechtschreib- und Grammatikfehler überprüfen. Verwenden Sie zum Schreiben eine serifenlose Schrift und stellen Sie die Schriftgröße 10pt oder 12pt sowie einen Zeilenabstand von 1,5 cm ein. So wirkt die Bewerbung am Ende übersichtlicher. Das Anschreiben sollten Sie schließlich als separates PDF-Dokument im Anhang an Ihre Bewerbungs-Mail anfügen. So überlassen Sie den HR-Verantwortlichen die Wahl, ob sie nur den Lebenslauf oder auch das Anschreiben lesen.

Infokasten Anschreiben

3. Der Lebenslauf: Wie ist der Lebenslauf einer Arzt-Bewerbung aufgebaut?

Der Lebenslauf ist eine tabellarische Auflistung aller wichtigen persönlichen Daten, beruflichen Stationen und Qualifikationen, die Sie während oder nach Ihrem Medizinstudium erlangt bzw. durchlaufen haben. Folgende Angaben dürfen in Ihrem Lebenslauf auf keinen Fall fehlen: Die klinischen Erfahrungen, die Angaben zur Approbation, dem Medizinstudium, den Sprachkenntnissen sowie EDV-Kenntnissen. Wichtig ist, dass Sie bei den klinischen Erfahrungen immer den genauen Zeitraum sowie den Namen der Klinik und den Standort angeben. Bei den Angaben zur Approbation darf die Nennung der Ärztekammer nicht fehlen.

Ärzte, die nicht in Deutschland oder der EU Medizin studiert haben, sollten im Lebenslauf auch noch den Zeitraum mit auflisten, in dem sie die Fachsprachen- und Kenntnisprüfung absolviert haben. Bei Medizinern, die in der EU studiert haben, reicht die Angabe zur Fachsprachenprüfung. Wenn Sie eine Position als Facharzt, Oberarzt oder Chefarzt suchen, sollten Sie zudem noch alle relevanten Informationen zu Ihrem Facharzttitel, der Zusatzbezeichnung, wichtigen Fort- und Weiterbildungen sowie Kongressteilnahmen in den Lebenslauf aufnehmen. Am Ende des Lebenslaufs sollte im besten Fall noch eine Referenzliste zu finden sein.

Falls Sie sich Gedanken über Lücken im Lebenslauf machen: Diese sind per se nicht schlimm. Wenn die Zeitspanne zwischen zwei Jobs länger als zwei Monate andauert, ist es sinnvoll, im Lebenslauf zu vermerken, was Sie in der Zwischenzeit gemacht haben. Als kleines Beispiel: Wenn Sie in der Zeit eine Weiterbildung absolviert haben oder ehrenamtlich/freiberuflich tätig waren, schreiben Sie das ganz einfach in Ihren Lebenslauf. So kommen Sie gar nicht erst in Erklärungsnot und vermeiden, dass die Personalverantwortlichen Ihre Bewerbung beiseite legen.

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4. Das Bewerbungsfoto: Ist ein Foto immer noch Pflicht für eine Bewerbung?

Ein Foto in einer Bewerbung ist schon lange kein Muss mehr. Denn das vom Bundestag beschlossene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gibt eigentlich vor, dass Unternehmen auf Bewerbungsfotos verzichten sollen, um somit die Gleichberechtigung aller Bewerber zu garantieren. Deshalb ist in einigen Stellenausschreibungen explizit vermerkt, dass ein Foto nicht erwünscht ist. Damit wollen medizinischen Einrichtungen von vornherein vermeiden, dass sich Bewerber möglicherweise im Bewerbungsprozess benachteiligt fühlen.

Das Bewerbungsfoto sollte immer professionell wirken. Am besten gehen Sie dafür zu einem darauf spezialisierten Fotografen. Ein Foto, das beispielsweise während eines Freizeitausfluges aufgenommen wurde, erweckt bei medizinischen Einrichtungen keinen professionellen Eindruck. Auch Passbilder sollten nicht als Bewerbungsfotos verwendet werden. Diese eignen sich lediglich für Amtsdokumente, wie den Personalausweis. Sollten Sie nur ungern ein Foto von sich der Bewerbung beifügen wollen, sind sich aber unsicher, wie das bei der Klinik oder Praxis ankommt, kontaktieren Sie einfach den Ansprechpartner, der für den Bewerbungsprozess zuständig ist - am besten direkt telefonisch. So können Sie in Erfahrung bringen, wie die Foto-Thematik am besten zu handhaben ist.

Infokasten Bewerbungsfoto

5. Die Zeugnisse und Zertifikate: Welche Zeugnisse und Zertifikate sind wichtig?

Die Zeugnisse und Zertifikate sind wichtig, um die Angaben im Lebenslauf zu belegen. Bei einer Bewerbung als Assistenzarzt müssen Sie unbedingt die Approbationsurkunde und ggf. die Promotionsurkunde beilegen. Haben Sie als Assistenzarzt schon Fort- und Weiterbildungen absolviert, sollten Sie auch diese Zertifikate beifügen. Sollten Sie sich als Facharzt, Oberarzt oder Chefarzt auf eine neue Stelle bewerben, dürfen Sie die Facharzturkunde, Fachkundenachweise sowie die Nachweise für Ihre Zusatzbezeichnung auf keinen Fall vergessen.

Infokasten Zeugnisse und Zertifikate

6. Der OP-Katalog: Wann muss ein OP-Katalog einer Bewerbung beigelegt werden?

Einen OP-Katalog sollten all die Ärzte einer Bewerbung beilegen, die in einer operativen Fachrichtung tätig sind. In dem Katalog sollten alle OPs aufgeführt werden, die Sie selbst durchgeführt haben oder an denen Sie beispielsweise als erster oder zweiter Assistent beteiligt waren. Vergessen Sie nicht, den Zeitraum anzugeben, in dem all diese OPs absolviert wurden.

Infokasten OP Katalog

7. Die Empfehlungsschreiben und die Referenzliste: Wozu werden diese benötigt?

Beide, sowohl Empfehlungsschreiben als auch Referenzliste, sind vor allem dann relevant, wenn es um die Positionen als Oberarzt oder Chefarzt geht. Das bedeutet nicht, dass Assistenzärzte und Fachärzte nicht ebenfalls Empfehlungsschreiben oder eine Referenzliste ihrer Bewerbung beilegen können.

Achten Sie darauf, dass das Empfehlungsschreiben auch wirklich zugunsten ihrer Person ausfällt und Sie sowie Ihre Arbeit nicht in irgendeiner Form negativ dargestellt werden. Kein Empfehlungsschreiben in einer Bewerbung ist daher immer noch besser, als ein mittelmäßiges Empfehlungsschreiben. In der Referenzliste sollten Sie nur Personen vermerken, mit welchen Sie dies vorher abgesprochen haben und die für Sie auch definitiv ein gutes Wort einlegen. Mehr als zwei Personen sollten hier nicht genannt werden. Referenzen sollten wie folgt gelistet werden: Zuerst der Name der Einrichtung sowie deren Standort, schließlich Vorname, Name, Titel (Dr./Prof.) sowie Job-Position (“Chefarzt Chirurgie”) der Referenzperson. Wenn Sie deren Telefonnummer oder E-Mail-Adresse als Angaben hinzufügen wollen, sollten Sie dies vorher mit den Personen abgestimmt haben. Ihre Referenzliste fügen Sie ganz am Ende Ihres Lebenslaufs, nach “Sonstige Kenntnisse” bzw. “Sprach- und EDV-Kenntnissen”, ein. Alternativ können Sie schreiben, dass Sie Referenzen gerne auf Anfrage mitteilen.

8. Der Versand der Bewerbung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Für den Versand einer Bewerbung gibt es diverse Möglichkeiten. So können Sie Ihre Bewerbung per E-Mail, über ein Bewerbungsportal oder auch auf dem Postweg verschicken. Empfehlenswert ist es, sich auf dem Weg zu bewerben, der in der Stellenausschreibung genannt wird. Falls Sie dazu keine Angaben in der Ausschreibung finden und Sie sich unsicher sind, fragen Sie einfach höflich in der Personalabteilung nach. Dadurch bietet sich auch die Möglichkeit, sich vorweg mit einem der Personalverantwortlichen auszutauschen. Sie können aber zu 99 % davon ausgehen, dass eine Zusendung der Unterlagen per E-Mail gewünscht ist. Sollten Sie Ihre Bewerbung dennoch per Post verschicken, kann es passieren, dass diese von den HR-Verantwortlichen beiseite gelegt wird und Sie eventuell in Vergessenheit geraten.

Versand der Bewerbung

Sie fragen sich sicherlich, was Sie in die Mail schreiben können, mit der Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verschicken wollen. Halten Sie sich hier kurz und kopieren Sie auf gar keinen Fall Ihr gesamtes Anschreiben in die Mail. Schreiben Sie beispielsweise:

Sehr geehrte Frau [Name] / Sehr geehrter Herr [Name],

hiermit übermittle ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für [Position/Stelle als]. Für etwaige Rückfragen erreichen Sie mich unter [Telefonnummer]. Über eine positive Rückmeldung freue ich mich.

Beste Grüße,

[Vorname, Name]

[Anlagen in Stichpunkten einfügen]

Infokasten Versand

9. FAQ: Die häufig gestellten Fragen rund um Arzt-Bewerbungen

Nachfolgend finden Sie die häufig gestellten Fragen rund um das Thema Arzt-Bewerbung im Überblick.

Wie lang sollte eine Bewerbung sein?

Das Anschreiben einer Bewerbung sollte auf keinen Fall länger als eine A4-Seite sein. Beim Lebenslauf sollten Sie darauf achten, dass dieser nicht länger als zwei bis drei Seiten ist. Die Anzahl der Zeugnisse ist hierbei nicht eingerechnet.

Was ist bei der Optik einer Bewerbung zu beachten?

Verwenden Sie eine einheitliche Schriftart und keine zu ausgefallene Schrift. Das gilt sowohl für das Anschreiben als auch für den Lebenslauf. Wer bei seinem neuen Arbeitgeber richtig punkten möchte, der gestaltet sein Anschreiben und Lebenslauf in den Firmenfarben der medizinischen Einrichtung. Hat die Einrichtung beispielsweise ein blaues Logo, können Sie die Farbe unter anderem bei der Gestaltung des Deckblatts verwenden.

Welches Format sollte man bei einer Bewerbung per E-Mail wählen?

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Bewerbung per E-Mail zu verschicken, sollten Sie alle Dokumente im PDF-Format versenden. Beim Versand einer Doc-Datei kann es passieren, dass sich beim Öffnen Elemente verschieben, wenn der Adressat beispielsweise eine veraltete Office-Version benutzt oder ein MacBook ohne Office-Programme hat.

Wann sollte man sich über den Bearbeitungsstand informieren?

Da sich Personaler häufig beim Bearbeiten der Bewerbungen etwas Zeit lassen, sollten Sie grundsätzlich Ruhe bewahren, wenn Sie nicht direkt eine Rückmeldung erhalten. Wenn Sie nach drei bis vier Wochen immer noch keine Antwort auf Ihre Bewerbung erhalten haben, nehmen Sie einfach per Telefon oder E-Mail Kontakt zur Personalabteilung auf und fragen kurz und höflich nach dem Stand Ihrer Bewerbung. Häufig verschicken medizinische Einrichtung jedoch nach dem Eingang der Bewerbung schon eine automatisch generierte Antwort, der Sie weitere Abläufe zum Bewerbungsprozess entnehmen können.

Wie findet man heraus, ob eine Stelle noch vakant ist?

Schauen Sie zunächst einmal auf der Webseite der Einrichtung nach. Wenn die Stelle dort noch ausgeschrieben ist, kann man davon ausgehen, dass diese noch vakant ist. Manchmal kann es natürlich sein, dass vergessen wurde, die Stelle von der Webseite zu nehmen. Wenn auch auf der Webseite nichts ersichtlich ist, rufen Sie einfach in der Personalabteilung an und fragen nach. Es lohnt sich, immer nachzufragen - denn sollte die von Ihnen favorisierte Stelle nicht mehr vakant sein, erfahren Sie vielleicht von anderen attraktiven Stellenangeboten.